Erste Abtheilung. Cap. 4. «5
weinen, und «ine und andere Betrachtung über mei-ne zu Grunde gehende Zuhörer anstellen. O ihrthörichten Sünder ! wie will es mit eurem En-de werden? was wollt ihr thun an, Tage derHeimsuchung ? zu wein wollt ihr fliehen um^>ü!fe, und wo wollt ihr euere Ehre lassen ?Wie sehr hat sie die Sünde bezaubert? wie mäch-tig hat der Gott dieser Welt ihre Augen verblen-det? wie sehr sind sie betrogen? wie unbeschnittensind nicht ihre Ohren? wie verhärtet ihre Herzen,sie folgen dem Satan, und dessen Wink. Wielange soll ich rufen, und dennoch keine Antwort er-halten? ich unterrede mich mit ihnen ein Jahr nachdem andern, und kann doch nichts, außer ihre Oh-ren, von ihnen erlangen. Sie wollen und müssenauf ihrem Sinn verbleiben, ich mag sagen, wasich will. Wenn ich ihnen gleich sage, daß derTod in Topfen sey, so scheuen sie sich doch nichtdenselben zu ergreifen, und aufzumachen. Wennich ihnen bezeuge, daß sie sich auf dem breiten We-ge befinden, dessen Ende das Verderben ist; sopflegen sie doch immer auf solchem fortzugehen.Ich warne sie, kann sie aber nicht gewinnen. Bis-weilen denke ich, die göttliche Gnade werde sie eHweichen, und ihr kraftiges Rufen werde sie gleich-sam überwinden, und den Platz behalten; allein,ich finde sie nachhero,w?e sie vormals waren. Bis«weilen denke ich, die Stockungen des Höchstenwerden sie bewegen; allein, sie wollen sich auch da-durch nicht bewegen lassen. Sie billigen, was manihnen saget, und loben den Prediger, leben aber ein-mal wie das andere. Sie wollen mich nicht ab-
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