»O4 Alleins Grundlegung,
ergötzen. Vermagst du wohl das unvernünftigeVieh mit Musik zu reizen? Oder willst du sie zueiner Orgel führen, und erwarten, daß sie dir u-nes spielen oder den Takt mit einem wolckr,fahrnen (thor halten werden. Ja, sollte auchgleich ein Unbekehrter hierxu tüchtig seyn, so wür-de es ihm doch am Willen mangeln, also, daß eran alle dem so wenig Ergötzung finden könnte, alsder Mensch an der»enigen Speise, daran er sichüberdrüßig gegessen, zu finden pfleget. Trage ei-nem kranken Menschen alle Leckerbissen auf, duw'lrst ihm damit einen schlechten Dienst thun.Fallt einem Unbekehrten die Predigt zu lange, undpfleget er von dem Sonn- und Ruhetage zu sagen,daß er ihm lauter Verdruß erwecke, Malach. i,lz.Wie würde wohl einem solchen elenden Menschen zuMuthe seyn, wenn er diesen in der Ewigkeit sey-ern sollte? Vstollte Christus die Sünder in ih-rer Unbußfertigkeit selig machen, so würdedieses auch endlich mit dem unveränderlichenNOesen, Allwissenheit und Allmacht Gottesnicht bestehen können, venn es ist im Him-mel, im Rath der VOächter beschlossen, undim Gespräch der Heiligen berathschlaget, daßniemand als die da reines Herzens sind, Gottschauen sollen. Dieses lieget gleichsam beyihm verwahret, und unter seinen Schätzenversiegelt. Wollte nun dessen ohngeachtet Chri-stus einem Unbekehrten zum Himmel verhelf.n, somüßte er dieses thun, entweder ohne sinesVaterSWissen, und wo bliebe da Gottes Allwissen-heit? oder wider seinen Wille», wie könnte aber
hier-