. Erste Abtheilung. Cap. 4. ioi
gen, wenn er unreine und unbekehrte Menschen beysich wollte wohnen lassen. Die Gottlosen beste-hen nicht im Gericht, und können nicht vorihm bleiben. So der heilige David diese in sei,nem «Hause nicht leiden konnte, sollte sie woht Gottleiden und erdulden wollen? Wollte erdergleichenLeute von dem Troge wegnehmen, und an seineTafel setzen, wollte er sie von den Lippen der Hu-ren, von dem Stall und Träbern zur himmlischenHerrlichkeit gelangen lassen, würden die Weltkin-der denken, Gott müsse nicht eben von der Sündeso gar weit entfernet seyn, er könne kein so großesMißfallen an derselben haben, als ihm die Schriftbeyzulegen pflege. Sie würden schlüsjen: Gottwäre in allen gleich wie sie, wie etwa iene dortenvon der bloßen Langmut!) Gottes diesen schandli-chen Schluß machten. Es würde Gewalt an-gethan seiner Wahrheit, denn er hat vom Him-mel bezeuget, daß so ieinand sagen wird, e?geht mir wohl, weil ich wandele, wie es «neinHerze dünket, über demselben sein ?orn undEifer rauchen werde, daß nur allein diejenigen,die ihre Missethat bekennen und lassen, Barm-herzigkeit erlangen sollen, daß wer auf desHerrn Verg gehen will, unschuldige Hände ha-ben und reineF Herzens seyn müsse. Wo blie»be Gottes Wahrheit, so er dessen ohngeachtet dieMenschen ohne Bekehrung selig machen wollte?Odu verzweifelter Sünder, der du hoffen darfst, daßChristus seinen Vater einer Unwahrheit beschuldi-gen, und seine Worte nichts gelten lassen werdt,nur zu dem Ende, damit er dir die Seligkeit zu-G z wen-