94 Alleins Grundlegung/
zwey Arten des Friedens, die man weit mehr Afürchten hat, als alle Unruhe der W lt, und die,se sind, der Friede mit der Sünde, und der Frie-de in der Sünde.
§. 51.
2. Ami andern deine Hofnung zurSeligksienachdiesem^ebei, ist vergeblich, ia noch schUin,mer aisvergeblich. Sie beleidiget Gott zum höch-sten,und thut dir selbst den größestenSchaden.Jn die,fer Hofnung ist nichts als Tod,Verzweifelung undGotteslästerung anzutreffen.Erstlich findet manhierinnen den Tod. Deine Hofnung wird ausdeinen Hütten gerortet werden, (Gott will sieausrotten mit Strumpf und Stiel) und dieseswird dich treiben zum Könige des Schreckens«Ob du dich schon verlassest auf dein Hauß,so wird es doch nicht bestehen, sondern es wirbbaufällig werden, und dir über den Kopf einfal-len. Diese Hofnung ist mit Verzweifelungangefüllt. tVo ist die Hofnung des Heuch-lers, wenn Gott seine Seele Hinreifset ? Hierhat sie auf ewig ein Ende. Zwar ist es nicht zuläugnen, daß die Hofnung der Gerechten ebenfalöein Ende habe; allein, dieses gereichet keineswegeszu ihrem Verderben, sondern sie werden dadurchin einen bessern Zustand versetzt. Das Unartender Gerechten wird Freude werden, aber derGottlosen Hofnung wird verlohren seyn. Ei-ne himmlisch gesinnte Seele kann bey Hcrannahungdes Todes sagen: Es ist vollbracht. Ein Gott-loser aber muß bekennen: Es ist alles verloh-ren. Er muß mit Hiob, (wie wohl dieftrg >rlehr
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