6o Alleins Grundlegung,
Gottes, und legt die V?elt zum Gchemmel seinerFüße. Christus wohnet im Herzen, und dieN)elt ist überwunden. Denn so läßt sich Pau-lus vernehmen: Durch Christum ist mir dieU)elt gekreuziget uud ich der Vvelt. Ehe die-se Veränderung vorgienge, redete der Mensch vonnichts als von weltlichen Gütern; nun aber gehtder Gesang aus einem andern Ton. Da heißts :Herr, erhebe über mich das Licht deines Ant-!iyes, und gibXVein undRorn, wen, du willst.Hiebevor fand er sein einziges Vergnügen an derWelt, denn da hieß es : L iebe Seele, du hast ei-nen großen Vorrath auf viele Jahre, habe nunRuhe, iß, trink und habe guten Muth. Alleindieses Vergnügen ist nun verschwunden. Er findetan der Welt nichts, das ihm ein Verlangen nachderselben erwecken sollte. Nun stimmet er mit demlieblichen Psalmisten in Israel an: Der Herr istmein Gut und mein Theil, du erhaltest meinitrbtheil. Das Looß ist mir gefallen aufsliebliche. Er schätzet sich nunmehro glücklich, undrühmet sich des Herrn, indem ihm sonst nichts zuvergnügen vermögend ist. Auf alle seine Haabeund Güter hat er diese Worte geschrieben: Es istalles ganz eitel. Er achtet alle irdische Vortref-lichkeit für Dreck und Schaden. Jezt trachtet ernach dem ewigen Leben, nach Gnade und Ehre undeiner unvergänglichen Krone, i. Cor. 9, 25. Ergibt sein Herz und seine Seele den Herrn seinenGoec zu suchen. Er trachtet vornehmlich nachdem Reich Gottes und nach seiner Gerechtig-keit. Er sieht das Christenthum nicht mehr an
als