50 Alleins Grundlegung,
rechtigkeit in seiner Hand, 4 -B.Mos :2. 2 .Pet.2, is. Er ist ein übertünchtes Grab, weichesauswendig hübsch scheinet, »?ber inwendig vol-ler Todtenbeine und alles Unflaths ist, Matth.2z, 27. Sein Herz ist angefüllet mit nichts alsmit fleischlichen Sorgen. Hier ist ein Ofen böserLüste, eine Werkstatt des Hochmuths, und ein Sitzder Boßheit und Schalkheit. Er hat gleich demBilde Nebucadnezars ein gülden Haupt, das ist,er besitzt viele Wissenschaften, seine Füße aber sindvon Thon. Seine Begierden sind auf die Weltgerichtet, sein Gemüthe strebet nur nach irdischenDingen, und sein Weg und Gang sind sinnlich undfleischlich. Will man einein solchen Heuchler undMaulchristen in seinen heimlichen Winkel nachge,hen, so wird man seine Fußstapfen in verschiedenenNebenpfaden der Sünde finden. Es gehet die Be-kehrung bey einem solchen Menschen nicht durch unddurch.
§. 27.
4. Die Bekehrung äußert jlch in allen Ve->wegungen, Thun und lassen eines Menschen.Der neue Mensch wandelt nicht mehr nach demLaufejdieser U )e !t, Eph. 2,2. z. Sein Wandelist im Himmel, Phil, z, 20. Hat Gott den Sün-der durch seine wirkende Gnade gerufen, so steheter auf, und folget ihm nach. Matth. 4, 20. Hatihm Gott ein neues Herz gegeben und sein Ge-setz in sein Gemüthe geschrieben, so wandelt erin seinen Satzungen, und bewahret seine Rech-te, Ezech. 26, 26.27. Ob gleich die Sünde nochin einem Bekehrten wohnet; (»nd Gott weiß es,
daß