Erste Abtheilung. Cap.z. 51
daß es ein verdrießlicher und unangenehmer Gastist,) so kann sie doch nicht über ihn herrschen, Rom.6,14. ZTlun er von der Sünde frey, und Got-tes Rnecht worden, hat er seine Frucht, daß erheilig wird, Rom. 6,22. Ob er gleich noch man-che Flecken an sich hat, so schadet ihm doch diesesnicht, «nassen er aufsiehet, und sich verlässet aufJesum, den Anfänger und Vollender seinesGlaubens, Hebr. 12,2. Er hat eine ungeheuchel-te Ehrerbietung gegen die Befehle Gottes, Ps. 119,6 Auch kleine Sünden verletzen sein Gewissen, under ist beflissen, alle und jede Pflichten, auch die al-lergeringsten auszuüben. Seine Schwachheiten,die ihm noch ankleben, sind seiner Seelen eine Last.Sie sind gleich einem Staublein im menschlichenAuge, welches, ob es schon klein ist, dennoch gar vie-len Verdruß erwecken kann.
O mem Christ, liesest du dieses, und willstdennoch nicht in dich gehen, noch dich untersuchen ?
Wie sich ein wahrer Bekehrter in der Kircheverhält, also verhalt er sich auch zu Hause. EinHeiliger auf seinen Knien, und ein Betrüger in sei-nem Gewölbe und Handlung schicken sich nicht zu-sammen. Er will nicht verzehenden die Mün-ze, Till und Kümmel, und das was schwer ifkin» Gesetze, nämlich das Gericht, die Barmher-zigkeit und den Glauben dahinten lassen,Matth .^z, 2z. Er bekehret sich von allen sei-nen Sünden, die er gethan har, und hält alleRechte Gottes, Ezech. 18,21, Nicht zwar voll-kommen, (ohne nur in Mem Verlangen und Be-mühungen, ) iedoch als aufrichtig und ohne Heu-
D 2 cheley,