Erste Abtheilung. Cap. z. 57
geändert werde Ap. Gesch. 11, z. Derjenige, dervormals wenig Nachtheil in der Sünde findenkonnte, gelanget nun dahin, daß er siehet, wie siedas größeste Uebel sey. Nun leuchtet ilM derGreuel seiner Sünden dergestalt unter di Augen,daß er sich vor derselben entsetzet, davor erjchrickt,vor derselben fliehet, und sich selbst verabscheuet,weil er sich damit beflecket hat Rom. 7, 25. Hiob42,6. Ezech. z6,z i. Derienige, der vormals kaumdie Sünde in sich gemerket hat, und fast keine Ma-terie , wenn er seine Sünde beichten und bekennensollen, finden können, wie man von dem gelehrtenIgnoranten Dellarmin erzahlet, daß ihm nämlichdie Erkenntniß sein selbsten, vermuthlich wegen dergroßen Wissenschaften, so er von andern Sachenbesessen, dergestalt gemangelt, daß er sich keinerSünden erinnern können, wenn er vor dem Prie-ster beichten sollen, daher er sich diessals zu denSünden seiner Jugend wenden müssen, derjenigesage ich, der vormals nichts, als nur wenige große,und einem ieden leicht in die Augen fallende Sün-den vorzubringen wußte, in dem wird nun dieSünde lebendig Rom. 7, 9. Er erblicket denGreuel seines Herzens , und die tieft und abscheu-liche "Verderbnis seiner ganzen Natur. Dieft.n-näch muß er bekennen, daß er gleich dem Aussätzi-gen für unrein zu achten sey und mit David seuf-zen: LLncsündige mich Herr, mit Ysopen, daßich rein werde, wasche mich, daß ich schnee-weiß werde. Schaffe in mir Gott ein reinesHerz, und gib nur einen neuen gewissen Geist5 l,9. l2. Nun erkennet er, daß alle abge-C z wichen