z6 ^ Meins Grundlegung,
die Bekehrung durch den ganzen Menschen. EinfieiMich gesinnter-Menfch kann wohl etwasgutesan sich haben, er wird aber nicht durchaus gut undheilig erfunden; gleichwie öfters ein Stück Tucham Rande für gut zu seyn erachtet wird, welchessich doch nachmals inwendig ganz anders zeiget.Die Bekehrung bestehet nicht darin, daß man einund anders an sich zu verbessern suchet: wie manetwa ein altes Gebäude hier und dar nur auszu-bessern pfleget, sondern sie reißet gleichsam alles nie-der, und führet das Gebäude von neuem wiederauf. Ein wabrer Bekehrter ist ein neuer Mensch.C'ph. 4, 24. Eine neue (Lreatur. Das alte istvergangen siehe es ist alles neu worden. 2Cor.5, l 7. Die Bekehrung muß das Herz angreifenund verändern. Ap. Gesch. 2, Z7. Sie kehret dasoberste zu unterst, und machet, daß sich der Menschin -iner ganz neuen Welt befindet. Sie ändert dasGemüth, zeiget sich in allen Gliedern, und giebetsich in allem Thun und Lassen eines Menschen zuerkennen. 1) Die Bekehrung ändert das Ge-müth. Sie weiß den Verstand zu erleuchten, daßdie göttliche Ehre, nicht anders als auf einer Wa-ge, gegen alles fleischliche und weltliche Interesse denAusschlag behält Ap. Gesch. 20, 24. Phil, i, 20.sie ofnet die Augen des Gemüths, und machet, daßdie Schuppen der angeerbten Unwissenheit abfal-len. Sie bringet die Menschen von der Fin-sterniß zum Lichte Ap. Gesch. 26,18. Eph. 5,8.1 P tr. 2, 9. der vormals seinen Zustand vor nichtgefährlich hielt, achtet sich nun selbst verlohren, essey denn, daß er durch die Kraft der Gnade völlig
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