22 Meins Grundlegung^
Du kanft wohl eine Sünde, weil sie dir vie-len Verdruß erwecket, und daher» gleichsam imMagen nicht bleiben wollen, von dir gespyen ha-ben, und dem groben Unflath der. N)clt ent-flohen seyn; da inzwischen deine verderbte undviehische Natur ungeändert blieben, z,Petr. 2,'so - 22. Man vermag schon ein ungeftaltesBley,zu einer feinen Gestalt zu bringen. Man kann sol-chem bald die Gestatt einer Pflanze, bald einesThieres, bald eines Menschen geben, da es inzwi«sehen nichts als Bley verbleibet- Auf gleiche Artkann ein Mensch vieler Veränderung theilhaftigwerden. Er kann aus der Unwissenheit zu einerErkenntniß, aus einem ruchlosen zu einem äußert!'-,chen ehrbaren Leben, und von dar ferner zu ei-nem solchen, das gan^ christlich scheinet, garwohl gelangen, und dennoch die ganze Zeit überfleischlich und unwiedergebohren seyn, so langenämlich das Herz ungeändert bleibet *».
§. 12.
Anwendung.
So neiget denn eure Ohren her, ihr Sün-der, und kommet her zu mir, höret, so Wirdeure Seele jeden, Jes. 5 5, z. Warum lasset ihreuch denn so willig finden, eureHerzen zu betrügen,und eure Hosnung auf den Sand zu bauen? Ich
bin
* Cs können von diesem Punkt die vortreflichen Redendes seligen Herrn Doddritge von der Wiedergeburthnachgelesen werden.