Erste Abcheilung. Cap. 2. 19
daß die beyden Tafeln des göttlichen Gesetzes nichtmögen aus einander genommen werden.
§» 9»
4. Es ist die Bekehrung nicht zu suchenin einer äußerlichen Gleichförmigkeit mit denRegeln der Religion. Diese Wahrheit liegetam Tage. Man kann ia wohl den Schein einesgottseligen XVesens haben, und doch sÄneB.raft verlaugnm, 2 Tim. z, 5. Ein Menschkann bey unbekehrtem Herzen lange Gebete vor-wenden, Matth. 2 z, 14. zwier fasten, Luc. 18,5 2. Johanne,« gerne hören, Marc. r, 20. undsich recht willig in dem Dienste Gottes bezeigen,wenn er auch gleich vieles auf solchen verwendenmüßte, Zes.l,l l. Manmuß mehr darlegen können,wenn das Herze rechtschaffen geändert seyn soll,als daß man sich zur Kirchen halte, Allmosen gebeund bete« Nichts ist in unserm Gottesdienste zufinden, welches ein Heuchler nicht nachmachenkönnte, dergestalt, daß er anch alle seme Habeden Armen geben und seinen Aeib brennen las-sen kann *
8. IO. >
5. Es ist dieses auch keine wahre Bekeh-rung zu nennen, wenn man sein Fleisch, ver-möge seiner guten Erziehung nnd Rraft dermenschlichen Gesetze, oder weFen bevorstehen-der Gefahr gehörig im?aum zu haltenweiß.
B 2 - Es
^ Es ist mit diesem Punkt unten in der zweyten Abthei-lung die Betrachtung zu vergleichen, wa6 denn ein Christvor andm besondn's thun müsse.