,8 Alleins Grundlegung,
Christen nennen, und ist getauft, ob er gleichein Hurer, oder cm Geiyiger, oder ein Abgöt-tischer, oder ein Lästerer, oder ein Trunken«bold, oder ein Räuber seyn sollte, der wird Er-be huben an dein Reiche Gottes und Christi»
i Cor.5/
§. 8.
z. Eine bürgerliche Gerechtigkeit kanndas VOesen der Bekehrung ebenfals nicht aus-machen, denn sie ist nicht besser als die Gerech-tigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer,daher können wir auch vermöge solcher nichtins Himmelreich kommen, Matth. 5,20. Pau-lus, da er noch unbekehrt war, erwieß sich nachder Gerechtigkeit im Gesetze unsträflich. Nie-mand konnte ihm eines Verbrechens mit Grundeder Wahrheit beschuldigen. Jener Pharisäerstand und betete bey sich selbst also: Ich dankedir, Gott, daß ich nicht bin, wie andere Leu-te, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, Luc. 18,i i. Allein, weißt du nicht mehr als dieses auszu-weisen, und dich nur bloß damit zu rechtfertigen,so hast du ohnfehlbar die Verdammm'ß zu gewar-ten. Es sey ferne, daß ich diese bürgerliche Ge«rechtigkeit ganz und gar verwerfen wollte; son-dern ich warne nur einen ieden, es bey solchernicht etwan bewenden zu lassen. Die wahre Got-tesfurcht schliesset einen ehrbaren guten Lebenswan-del, wie etwa das Christenthum die Leutseligkeitgegen den Nächsten, und die Gnade ein vernünf-tiges Wchn in sich: dahero müssen wir sorgen,
daß