Erste Abtheilung. Cap. 2. 17
digen, daß der Gerechte kaum erhalten werde,oder daß man demHimmelreichGewalt thun,sol-ches znsichreissen, und da hinein zu gehen rin-gen muss« »Petr.4, ^8. Matth. l i, 12. Luc. i z,24. In Wahrheit, wenn der Weg zum Him-mel so leichte ist, als ihn viele zu machen pflegen,so ist nichts als dieses nöthig, daß wir in unsererTaufe Wiedergebohren werden, Gott um seine er-barmende Liebe und Gnade anflehen, und an un-serm Ende von dem Prediger uns die Absolutionund Loßzählung von uissern Sünden ertheilen las.sen. Es wäre unnötyig, dem vorgesteckten Fiel,so eiserig nachzujagen, zu suchen und anzuklo-pfen, und den guten Ramps des Glaubens Zukämpfen, welches doch alles die Schrift von unserfordertund haben will,Phil.z, 12.14. Matth.7,7.1 Tim. 6,12. Wir dürften ferner zum andernnicht mehr lehren: Es sind ihrer wenig, die denschmalen VOeg Zum Leben finden, sondern wirmüssen vielmehr sagen: Es sind ihrer wenig, diedenselben nicht sinden sollten. Wir dürftennicht mehr sagen: daß viele berufen, aber wenigauserwahlet sind. Match. 22, 14. Und daß Gottnur einige aus Israel überbleiben lassen, Rom.11, 5. Wenn dieje Lehre ist, daß man schon be-kehret sey, wenn man nur die Taufe erhalten ha-be, so wollen wir nicht mehr mit den Jüngern fra-gen: XVcr kann denn selig werden? Marc.iv,26. Sondern wir wollen vielmehr die Frage um-kehren und sagen: Wer sollte wohl nicht seligwerden? Wir würden dieses billigen müssen:Wer sich lässet einen Bruder, dqö ist, einenThätiges Chxistench. B Chri-