,6 Alleins Grundlegung,
müßte^ dürsten wir nur unsere Taufteugnifse fleißigaufheben, als welches der sicherste Beweiß wäre/daß wir die Seligkeit zu gewarten hätten; unvsolchergestalt würden wir gar leicht zu einer Ver-sicherung, es stehe mit unserer Bekehrung wie es. wolle, gelangen können, daß wir ziemlich bey Gottin Gnaden stünden. Man würde wohl thun,wenn man sich ermeldetes Taufzeugniß mit insGrab geben ließe, (wie etwa iener Weltweise woll-te begraben seyn, als der da begehrte, Man möchteihm doch, die ihme von dem Bischof ausgestellteschriftliche Versicherung in die Hand geben, daßer das Allmosen, welches er in dieser Welt aus-getheilet, in der ändern wieder bekommen sollte«)Denn so wir dieses nur aufzuweisen hatten, dürf-ten wir nicht den geringsten Zweifel tragen, daß wienicht in den Himmel sollten eingelassen werdemKurz, es würde nicht mehr zu unserer Bekehrungerfordert, als daß man sich zur christlichen Reli-gion wende, und sich in seiner Kindheit taufen las-se ; so würde solches den Worten Christi / beymMatth. 7, 14. wie auch vielen andern Schrift-steller: gerade widersprechen. Wir dürften erst-lich nicht mehr sagen: die Pforte ist enge, undder N)eg ist schmal, denn so alle die getauft sind,und sich zur wahren Religion bekennen, selig wer-den, so ist die Pforte weit und der Weg ist breit,der zum Leben führet. Solchergestalt wurdenganze Kirchspiele und Gemeinden, ia ganze Landetund Königreiche gleichsam gliederweise (wie dieSoldaten auf den Feind zu rücken pflegen,) in denHimmel eingehen« Wir dürsten nicht mehr pre-