96 Leben, Charakter und Amtsführung
^bewies, und solche Ausdrücke brauchte, diejeder-^»man überzeugen konnten, daß die Liebe der Grund„auch bey seinen Bestrafungen sey. Er war z.„ ein friedliebender Mann. Wenn Mißhellig-„ ketten unter Brüdern entstanden waren, so stichle„ er gleich zu verbinden und zu heilen. Er hcgete„solche Grundsatze, die auch unter den Religions-„ partheien auf Friede und Einigkeit gerichtet waren,» iedoch nicht auf Unkosten der Warheit. Gegen»die Obrigkeiten hatte er ein Herz voll Ehrerbietung,„ verabscheuet einen Ausdruck, der zur Widerspe-nstigkeit oder Unruhe Anlaß geben können. 4.„ U)arheit und Gerechtigkeit in NOorten und„XVerken war sein Schmuck. Diese Tugen-den übete er nicht nur selbst, sondern er forderte sie„auch von allen, die Bekenner und sonderlich Leh-„ rer der Religion Jesu seyn wollten; diese mußten»gerecht in ihren Werken und warhaftig in ihren„Worten seyn, wenn er ein Vertrauen zu ihnen„ gewinnen sollte. O wie beweglich seufzete er darü-,/ber, wenn er hörete, daß Christen als Lügner und„ Betrüger erfunden worden! 'Wie wehe that es„ ihm, wenn um ihrem Willen der Name Gottes„ gelästert wurde! s. Br war ein Mann von be-,?si»iderer Gutthatigkeit und Freygebigkeit»„Er stndirte recht darauf, wie er denen, die in„Noth und Mangel waren, helfen möchte, und„wenn es ihm aus eigenen Mitteln nicht möglich„war, so suchte er andere vazu zu reizen. Taglich„ theilte er einige Wohlthaten aus, so wol an dem„Orte wo er wohnete, als wo er sonst hinkam,h Wenn öffentliche Collectettgesamlet wu''den zu ei-gnem