Druckschrift 
Joseph Alleins, weil. Predigers zu Taunton ... in England, Grundlegung zum thätigen Christenthum
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
 

ß8 Leben, Charakter und Anitsführung

wendete er zum Lobe Gottes an. Er war nehst sei-- ner Ehegattinn ein Fremdling an diesem Orte, unddie Bequemlichkeit für einen solchen Patienten waxin dem Gasthofe kostbar und dabey sehr schlecht«Es hatte aber Gott, wie dorten zur VerpflegungElia, einer Witrbe geboten, ihn in ihr Haus auf-zunehmen, deren freywilliges Anerbieten er auch mitDankbarkeit annahm. Eine Aebe zog die anderenach sich. Denn es fanden sich andere liedreichePersonen weibliches Geschlechtes ^ die seiner Ehe-gattinn ihre große Arbeit erleichterten und bey ihremPatienten wacheten, dessen klaglicher Zustand alleÄugenblicke die Gegenwart citier helfenden Hand

erforderte.

§. Z7,

Von der guten Fassung seines Herzens untepdiesen Leiden, zeugen einige seiner erbaulichen Reden,die unsern Lesern nicht unangenehm seyn werden.Als ihn einer seiner Freunde befragte, wie er dochunter so großer und anhaltender Schwachheit im-mer so ruhig und vergnügt seyn könnte? so antwor-tete er: AVas? Ist nicht Gott mein Vater,und Jesus Christus mein Heiland, und derheilige Geist mein angenehmster Freund undTröster, imd der Himmel mein ewiges Erb-theil? Rann ich dabey nicht ohne Gesund-heit und ohne brauchbare Glieder vergnügtseyn? Durch die Gnade bin ich mit meineshimmlischen Vaters Wohlgefallen vollkommenzufrieden. - - Ich habe Gott erwählet, und'^r ist mein. Ich weiß es, wem ich mich an-Vertrauet, habe, und das ist genung. Der istcin unvernünftiger Böjewicht, der nicht mit

Gott