/2 Leben, Charakter und Amtsführung
den die Worte sagte: lasset uns 'Gott dafürloben, dnß sein Wille geschieht, nicht aber derWille solcher armen IVürmer als wir sind.Er beharrete hierauf in seinem Gefängniß bis zum24. August, an welchem Tage er vor dem Ober-richter erscheinen mußte, der ihm folgendes vorlesenließ:. Daß er an; 17. Max 16 6z. mit zwanzigandern unbekannten beuten verwegener, anf-rührischer und tmnultuarischer XVeise Ver-sammlungen gehalten, und dadurch wider dasGesetz des Aönigs, wider die allgemeine Ruhegesündiget, Empörung und Auflauf unter demVolk verursachet, und andern ein böses Exem-pel gegeben hatte. Herr Allein gab hierauf zurAntwort: Dvas das predigen und beten anbe-träfe, so sey dieses allerdings geschehen, under hatte es als seine Pflicht und Schuldigkeitangesehen; anlangend aber die Beschuldigungaufrührischer Versamlungen, und des daraushergeleiteten Tttmults, so verabscheue er die-selben von ganzem Herzen, und wisse sich einessolchen Verbrechens nicht schuldig. Es halfaber dieses alles nichts, sondern es wurde ihm dieSentenz vorgelesen, daß er eine Geldstrafe vonhundert Mark Silber erlegen und so lange, bis sieabgezahlet, im Gefängnisse bleiben sollte. Worauf-Herr Allein folgendes versetzte: Es sey ihn? lieb,daß vor seinem Vaterlande offenbar worden,daß er desjenigen, was man ihm Schuld ge-geben, nicht schuldig sey, und daß er weiternichts überführet werden können, als daß erBesungen, gebetet und seine Zamilie unterrich-tet, samt denen, die sich dabey eingefunden;