des Autor is. 71
mit gottlosen Menschen angefüllet, die Tag und
Nacht ichwärmeten, heßliche Lieder sungen, fluch-ten, lästerten, mit ihren Ketten rasselten, und ih-nen auch das kleine Vergnügen unbrauchbar mach-ten, namlicd den Gatten, derans Gefängniß stieß,und in welchen sie zu gehen Erlaubniß hatten, wonicht die erwehnte Rotte gottloser Menschen sie dar-an gehindert. Wenn sie sich unter einander erbau-en, singen und beten wollten, so fingen die fünfQ'^cker an, sich zu regen, und sie durch Spötte-reyen, und andere Handlungen zu beunruhigen.
§. 28.
Nachdem er in d-esem Zustande eine Zeitlangausgehalten hakte, so erhielt er durch Fürsprache gu-ter Freunde so viel, daß ihm ein kleiner Platz be-sonders angewiesen wurde, in welchem er so wol fürsich aikin Gott dienen, als auch mit denen, die ihnbesuchten, etwas erbauliches sprechen konnte. Gottregierte auch das Herz des Kerkermeisters, daß erihn- EUaublußgab, taglich zwo Stunden auszuge-hen, welches zur Erhaltung seiner Gesundheit nichtwenig beytrug. An leiblicher Erquickung fehlete esihm auch nich!, als welche ihm von guten Freundentäglich und reichlich zugeschicket wurde. In diesemZustande brachte er vier Monate zu, nach derenVerstießung er den 14, Julius wieder nach Taun-ton ins Verhör geführet wurde. Es war aber al-ks, was geqen ihn angebracht wurde, so elend, undder Richter selbst war bey seiner gründlichen Ant-wort so verlegen, daß seine Freunde gewiß glaubten,daß er wieder würde auf freyen Fuß gestelitt werden.Allein es geschachnich:; Herr Allein mußte wiederin sein Gefängniß abreisen, dabey er zu seinen Freun-
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