des Autoris. 57
niedrigem Stande sind,und uns nicht schämen in die„Häuser des Allergeringsten zugehen.
„Was die besondern Anweisungen, die man„diesfalls geben kann, anbelanget, so gehen diese auf„die unterschiedenen Beschaffenheiten unserer Zuhö,„rer,als die da in vier Classen eingetb-ilet werden kön-„nen, nämlich in I.lnwissende, Ruchlose, Schein-„heilige und Gottesfürchtige.
„ iLrstlich was die Unwissenden anbelanget,„kömnu unsere Bemühung bey ihnen darauf an:
а) n Daß wir sie ihrer Unwissenheit überzeugen,„indem wir ihnen vorhalten können, wie sie auf die„leichteste Fragen nichts zu antworten wüßten.
d) «Daß wir ihnen darthun, 'was für eine ge-fährliche, ja verdamliche Beschaffenheit es mit der„Unwissenheit habe.
c) „Daß wir sie zu allen möglichen Fleiß nach»der Erkänntniß zu streben anmahmen.
б) „Daß wir ihre fleischliche Entschuldigungen„wegen ihrer Unwissenheit, die von ihrem verkehrten„Willen herrühret, beantworten.
„ouin andern was die Ruchlosen betrifft,„wird es vonnothen seyn, sie zu überzeugen, wie ge-„wiß diejenige Verdammniß sey, darauf sie zulaufen.
„?um dritten mit den Scheinheiligen müs-sen wir sehr behutsam verfahren, und ihnen zeigen :
») „Wie gar leichte die Menschen den Schein„der Gottseligkeit für deren Kraft halten und sich„dadurch betrügen Mnen.
b) Wie