42 Leben, Charakter und Amtsführung
„vergeben worden, daß ihre Person Gott in Christo„Jesu wohlgefällig sey, öder die eines solchen Vor-„scbmacks des ewigen Lebens theilhaftig worden.„Ev brauchte davon in seinem Gebet so hohe Aus-„drücke, die auch bey andern die Ueberzeugung wirk«„ten, daß er nach der Beschreibung der Offenba-„rung Johannis den weissen Sttin und den neuen„Namen in demselben empfangen. Daher es denn„auch kein Wunder, daßer allen Jammer seines ^e-„bens lriumphirend beschlossen.
§. 18.
Wir müssen nun zum andern (§. iO.) auchvon seiner Amtsführung einen kurzen Entwurf ma-chen. Wie er ein Mann war, der von der Naturdie schönsten Gaben und Fähigkeiten erhalten, derdurch Fleiß eine sonderbare Geschicklichkeit erlanger,und durch die Gnade Gottes zu einem brauchbarenGefäß der Ehren war gemachet worden ; jo verei-nigte er auch zum Dienst Gottes alles, was durchNatur, Fleiß und Gnade in ihn war geleget wor-den. Die noch unwij'send waren, unterrichtete ermit großer Sorgfalt; und denen, die allerhandschädliche Irrthümer eingesogen hatten, suchte exdieselben durch sunftmüthige Ueberzeugung zu beneh-men. Die, so von einem Fehler übereilet worden,suchte er mit gelinder Hand auf den rechten Weg zubringen ; und für die Widerspenstigen betete er, obihnenGott Buße geben wollte, die Wahrheit zu er-kennen. In dieser Liebe, Sanftmuth und Demuthsahe er immer auf sich selbst, damit er nicht auchversuchet werden möchte. In seine Bestrafungen
mischte