des Auwris, 41
„lich in die Schule tragen, und theilte den darum„versammleten Kindern einen erbaulichen Unterricht„mit, erforschte auch durch vorgelegte Fragen, was„sie davon behalten. Diese Bewegungen der gött-lichen Liebe vermehrten sich bey ihm, je mehr die„Kraft des natürlichen Lebens abnahm. Niemals„habe ich ihn Gott brünstiger loben und ihm dan-ken hören, daß er ihm nicht ein größeres Leiden„cmferleget, als auf seinein Sterbebette; ohn-„erachtet der Anblick seines äußern Menschen jeder-mann zum Mitleiden bewegte, z. Diese reine„und geheiligte Liebe zu Gott wirkte bey ihm eine„herzliche Liebe zu denen, mit denen er sonst nicht in„allen Dingen einerley Meynung war, sonderlich„aber war seine Neigung gegen diejenigen groß, an„welchen er was wahrhaftig Gutes fand. Sein„E'iser war nicht von einer niederreißenden, sondern„bauenden Natur und Beschaffenheit. Er besaß„zu viel Weisheit, als daß er hatte glauben sollen,„daß sein Verhalten das Panier sey, wornach sich«alle andere richten müßten. Sein Eifer war zu-gleich ein reines Licht, bey welchem er gewisse und„sichere Schritte that. Wo er nur die Spuren„des göttlichen Ebenbildes erblickte, da preiset? er«auch Gott dafür. Und ver äußerliche Unterschied„des Gottesdienstes hatte keinen Einfluß in die Ver?„änderung seines Urtheils. 4. In diesem Zustand?„gelanget«? er zu einer immer mehrernFreudigke:t,und„zu der stärksten Versicherung seines Antheils an„Christo. Ich hab? in meinem Leben wenig Pev-„sonen kennen lernen, die so eine deutliche und starke1,Ueberzeugung gehabt, daß ihnen ihre SuOsn