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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
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Ist der Herr auch ein Studirter?" fragte mich darauf derWaldhornist. Ich erwiederte bescheiden, daß ich immer be-sondere Lust zum Studiren, aber kein Geld gehabt hätte.>Das thut gar nichts," rief der Waldhornist,wir habenauch weder Geld, noch reiche Freundschaft. Aber ein gescheu-ter Kops mnß sich zu helfen wissen. Jurors »iiisis iumeg,das heißt zu deutsch: mit vielem Frühstücken sollst dn dirnicht die Zeit verderben. Aber wenn dann die Mittagsglockenvon Thurm zu Thurm und von Berg zu Berg über dieStadt gehen, uud nun die Schüler auf einmal mit großemGeschrei aus dem alten, finstern Kollegium heraus brechenund im Sounenscheine durch die Gassen schwärmen dabegeben wir uns bei den Kapuzinern zum Pater Küchen-meister und finden unsern gedeckten Tisch, und ist er auchnicht gedeckt, so steht doch für jeden ein voller Topf darauf,da fragen wir nicht viel darnach und essen und persectionirenuns dabei noch im Lateinischsprechen. Sicht der Herr, sostudiren wir von einem Tage zum andern fort. Und wenndann endlich die Vacanz kommt, und die Andern fahren undreiten zu ihren Aeltern fort, da wandern wir mit unsernInstrumenten nuter'm Mantel durch die Gassen zum Thorehinaus, und die ganze Welt steht uns offen."

Ich weiß uicht wie er so erzählte, ging es mirrecht durch's Herz, daß so gelehrte Leute so ganz verlassensein sollten aus der Welt. Ich dachte dabei an mich, wie esmir eigentlich selber nicht anders ginge, und die Thränentraten mir in die Augen. < Der Walvhornist sah mich groß