Zweites Kapitel.
Dicht am herrschaftlichen Garten ging die Landstraßevorüber, nur durch eine hohe Mauer von derselben geschieden.Ein gar sauberes Zollhäuschen mit rothem Ziegeldach? warda erbaut, und hinter demselben ein kleines, buntumzäuntesVlumengärtchen, das durch eine Lücke in der Mauer deSSchloßgartens hindurch an den schattigsten und verborgenstenTheil des letzteren stieß. Dort war eben der Zolleinnehmergestorben, der daö Alles sonst bewohnte. Da kam einesMorgens frühzeitig, da ich noch im tiefsten Schlaft lag, derSchreiber vom Schlosse zu mir und rief mich schleunigst zumHerrn Amtmann. Ich zog mich geschwind an nnd schlenderiehinter dein lustigen Schreiber her, der unterwegs bald dabald dort eine Blume abbrach und vorn an den Rock steckte,bald mit seinem Spazierstöckchen künstlich in der Lust herum-focht und allerlei zu mir in den Wind hineinparlirte, wovonich aber nichls verstand, weil mir die -Zlugen und Ohrennoch voller Schlaf lagen. Als rch in die Kanzlei trat, woAus d. Lcbcn eines Taugenichts. 2