Erstes Kapitel.
DaS Rad an meines Vaters Mühle brauste und rauschteschon wieder recht lustig, der Schnee tröpfelte emsig vomDache, die Sperlinge zwitscherten und tummelten sich dazwi-schen; ich saß auf der Thürschwelle und wischte mir denSchlaf aus den Augen; mir war so recht wohl in demwarmen Sonnenscheine. Da trat der Vater aus dem Hause;er hatte schon seit Tagesanbruch iu der Mühle rumort unddie Schlasmütze schief auf dem Kopfe, der sagte zn mir:„Du Taugenichts! da sonnst du dich schon wieder unddehnst uud reckst dir die Kuocheu müde, und läßt mich alleArbeit allein thun. Ich kann dich hier nicht länger süttern.Der Frühling ist vor der Thür, geh' auch einmal hinausin die Welt und erwirb dir selber dein Brodt." — „Nun,"sagte ich, „wenn ich ein Taugenichts bin, so ist's gut, sowill ich in die Welt gehen und mein Glück machen." Undeigentlich war mir das recht lieb, denn eS war mir kurzvorher selber eingefallen, auf Reisen zu gehn, da ich die