Sechstes Kapitel.
Als ich wieder erwachte, spielten schon die ersten Mor-genstrahlen an den grünen Vorhängen über mir. Ich konntemich gar nicht besinnen, wo ich eigentlich wäre. Es kammir vor, als führe ich noch immer sort im Wagen, und eshätte mir von einem Schlosse im Mondschein geträumt nndvon einer alten Hexe und ihrem blassen Tüchterlein.
Ich sprang endlich rasch ans dem Bette, kleidete michan, und sah mich dabei nach allen Seiten in dem Zimmerum. Da bemerkte ich eine kleine Tapetenthür, die ich gesterngar nicht gesehen hatte. Sie war nur angelehnt, ich öffnetesie, und erblickte ein kleines nettes Stübchen, das in derMorgendämmerung recht heimlich aussah. Neber einem Stuhlwaren Frauenklcider unordentlich hingeworfen, aus einem Bett-chen daneben lag daS Mädchen, das mir gestern Abends beider Tafel aufgewartet hatte. Sie schlief noch ganz ruhig undhatte den Kopf auf den weißen bloßen Arm gelegt, über denihre schwarzen Locken herabfielen. Wenn die wußte, daß die