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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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nun auch nach Hause gingen, von fern herüberfchallen. Ichlief daher so schnell, als ich nur konnte, damit sie mich nichtweiter ausfragen sollten.

Am Thore bog ich sogleich rechts in die Straße ein,und ging mit klopfendem Herzen eilig zwischen den stillenHäuser» und Gärten sort. Aber wie erstaunte ich, als ichda auf einmal auf dem Platze mit dem Springbrunnen her-aus kam, den ich heute am Tage gar nicht hatte findenkönnen. Da stand das einsame Gartenhaus wieder, imprächtigsten Mondschein, nnd auch die schöne Frau saug imGarten wieder dasselbe italienische Lied, wie gestern Abend.Ich rannte voller Entzücken erst an die kleine Thür, dannan die HauSthür, und endlich mit aller Gewalt an dasgroße Gartenthor, aber es war Alles verschlossen. Nun fielmir erst ein, daß eS noch nicht Elf geschlagen hatte. Ichärgerte mich über die langsame Zeit, aber über das Garten-thor klettern, wie gestern, mochte ich wegen der guten Lebens-art nicht. Ich ging daher ein Weilchen auf dem einsamenPlatze auf und ab, uud setzte mich endlich wieder aus densteinernen Brunnen voller Gedanken nnd stiller Erwartnng hin.

Die Sterne fnnkelten am Himmel, auf dem Platze warAlles leer uud still, ich hörte voll Vergnügen dem Gesängeder schönen Frau zu, der zwischen dem Rauschen des Brun-nens ans dem Garten herüberklang. Da erblickt' ich aufeinmal eine weiße Gestalt, die von der andern Seite desPlatzes herkam, und gerade auf die kleine Gartenthür zu-ging. Ich blickte durch den Mondsiimmer recht scharf hin