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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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eS war der wilde Maler in seinem weißen Mantel. Er zogschnell einen Schlüssel hervor, schloß auf, und ehe ich mich'sversah, war er im Garten drin.

Nnn hatte ich gegen den Maler schon vom Anfang eineabsonderliche Pike wegen seiner unvernünftigen Reden. Jetztaber gerieth ich ganz außer mir vor Zoru. Das liederlicheGenie ist gewiß wieder betrunken, dachte ich, den Schlüsselhat er von der Kammerjnngser, und will nun die gnädigeFrau beschleichen, verrathen, überfallen. Und so stürzteich durch das kleine, offengebliebene Pförtchen in den Gartenhinein.

Als ich eintrat, war es ganz ftill und einsam darin.Die Flügelthür vom Kartenhause stand offen, ein milchweißerLichtschein drang daraus hervor und spielte auf dem Graseund den Blumen vor der Thür. Ich blickte von weitemherein. Da lag in einem prächtigen grünen Gemach, dasvon einer weißen Lampe »ur wenig erhellt war, die schönegnädige Frau, mit der Guitarre im Arm, auf eiuem seideuenFaulbettchen, ohne in ihrer Unschuld an die Gefahren drau-ßen zu denken.

Ich hatte aber nicht lange Zeit, Hinznsehen, denn ichbemerkte so eben, daß die weiße Gestalt von der andernSeite ganz behutsam hinter den Sträuchern nach dem Gar-tenhause zuschlich. Dabei sang die gnädige Frau so kläglichans dem Hause, daß es mir recht durch Mark uud Beinging. Ich besann mich daher nicht lange, brach einen tüch-tigen Ast ab, rannte damit gerade auf den Weißmantel los,