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an, setzte sich darauf, ohne sich lange zn bedenken, gerade vormich ans den Tisch hin, räusperte sich, rückte an seinerHalsbinde, nnd fing dann auf einmal an, eine Nede an michzu halten. „Geliebter Zuhörer und Landsmann!" sagte er,„da die Flaschen beinah leer sind, und da die Moral unstrei-tig die erste Bürgerpflicht ist, wenn die Tugenden auf dieSteige gehen, so fühle ich mich aus landsmännlicher Sym-pathie getrieben, dir einige Moralität zu Gemüthe zn füh-ren. — Man könnte zwar meinen," fuhr er fort, „du seistein bloßer Jüngling, während doch dein Frack über seinebesten Jahre hinaus ist; man könnte vielleicht annehmen, duhabest vorhin wunderliche Sprünge gemacht, wie ein Satyr;ja, Einige möchten wohl behaupten, dn seiest wohl gar einLandstreicher, weil du hier auf dem Lande bist und die Geigestreichst; aber ich kehre mich an solche oberflächlichen Urtheilenicht, ich halte mich an deine feingespitzte Nase, ich haltedich für ein vacirendes Genie." — Mich ärgerten die ver-fänglichen Redensarten, ich wollte ihm so eben recht antwor-ten. Aber er ließ mich nicht zu Worte kommen. „Siehstdu," sagte er, „wie du dich schon aufblähst von dem BischenLobe. Gehe in dich, uud bedenke dieses gefährliche Metier!Wir Genie's — denn ich bin auch eins — machen uns ausder Welt eben so wenig, als sie sich aus uns, wir schreiten viel-mehr ohne besondere Umstände in unsern Siebeumeileustiefeln,die wir bald mit auf die Welt bringen, gerade auf die Ewig-keit los. O, höchst klägliche, unbequeme, breitgespreizte Po-sition, mit dem einen Beine in der Zukunft, wo nichts als