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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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zwei Hirten-Knaben mit Stab und Tasche. Siehst du,"sagte der Maler,dein einen Hirtenknaben da will ich deinenKopf aussetzen, so kommt dein Gesicht doch auch etwas unterdie Leute, und will's Gott, sollen sie sich daran noch erfreuen,wenn wir beide schon lange begraben sind und selbst so stillund fröhlich vor der heiligen Mutter uud ihrem Sohne knien,wie die glücklichen Jungen hier." Darauf ergriff er eiuenalten Stuhl, von dem ihm aber, da er ihn aufhebe» wollte,die halbe Lehne iu der Haud blieb. Er Paßte ihn geschwindwieder zusammen, schob ihn vor daS Gerüst hin, uud ichmußte mich nnn darauf setzen nnd mein Gesicht etwas vonder Seite, nach dem Maler zu, wenden. So saß ich einPaar Minuten ganz still, ohne mich zu rühren. Aber ichweiß nicht, zuletzt konnt' ich's gar nicht recht aushalten, baldjuckte mich's da, bald juckte mich's dort. Auch hing mir ge-rade gegenüber ein zerbrochner halber Spiegel, da mußt' ichimmerfort hineinschen, nnd machte, wenn er eben malte, ausLangeweile allerlei Gesichter uud Grimassen. Der Maler,der es bemerkte, lachte endlich laut auf und winkte mir mitder Hand, daß ich wieder aufstehen sollte. Mein Gesichtanf dem Hirten war auch schon fertig, und sah so klar aus,daß ich mir ordentlich selber gefiel.

Er zeichnete nnn in der frischen Morgenkühle immerfleißig sort, während er ein Liedchen dazu saug uud zuweilendurch das offne Fenster in die prächtige Gegend hinauSblickte.Ich aber schnitt mir uuterdeß uoch eine Vutterstolle uud giugdamit im Zimmer auf uud ab und besah mir die Bilder, die