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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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Maler!" rief ich fröhlich aus, denn mir fiel dabei Herr Le-onhard und Guido ein. Aber der Herr ließ mich nicht zuWorte kommen.Ich denke/' sagte er,du gehst mit undfrühstückst bei mir, da will dich ich selbst abkontersehen, daßes eine Freude sein soll!" Das ließ ich mir gern gefallen,und wanderte nun mit dem Maler durch die leeren Straßen,wo nur hin und wieder erst einige Fensterladen aufgemachtwurden nnd bald ein Paar weiße Arme, bald ein verschlaf-nes Gefichtchen in die frische Morgenluft hiuansguckte.

Er führte mich lange hin und her dnrch eine Mengeconfufer, enger und dunkler Gassen, bis wir endlich in einaltes verräuchertes Haus hiueinwuschten. Dort stiegen wireine finstre Treppe hinauf, dann wieder eine, als wenn wirin den Himmel hineinsteigen wollten. Wir standen nun un-ter dem Dache vor einer Thür still, und der Maler fing auin allen Taschen vorn und hinten mit großer Eilfertigkeit zusuchen. Aber er hatte heute früh vergessen zuzuschließen undden Schlüssel in der Stube gelassen. Denn er war, wie ermir nnterweges erzählte, noch vor Tagesanbruch vor dieStadt hinausgegangen, um die Gegend bei Sonnenanfgaugzu betrachten. Er schüttelte nur mit dem Kopfe und stießdie Thür mit dem Fuße auf.

Das war eiue lange, lange, große Stube, daß man da-rin hätte tanzen können, wenn nur nicht auf dem FußbodenAlles voll gelegen hätte. Aber da lagen Stiefel, Papiere,Kleider, umgeworfene Farbentöpfe, Alles durcheinander; inder Mitte der Stube stauden große Gerüste, wie man zum