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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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teil und Bächlein gingen, und bunte Vögel wunderbar san-gen, bis ich endlich fest einschlief.

Als ich aufwachte, rieselte mir die Morgenlust durchalle Glieder. Die Vögel »raren schon »räch und zwitschertenauf den Bäumen um mich herum, als ob sie mich sür'nNarren haben wollten. Ich sprang rasch aus und sah michnach alle» Seiten um. Die Wasserkunst im Garte» rauschtenoch immerfort, aber in dem Hause war kein Laut zu ver-nehmen. Ich guckte durch die grünen Jalousien i» das eineZimmer hinein. Da war ein Sopha, nnd ein großer, runderTisch mit grauer Leinwand verhangen, die Stühle standenalte in großer Ordnung nnd unverrückt an den Wändenherum; von außen aber waren die Jalousien an allen Fen-stern heruntergelassen, als wäre das ganze Haus schon seitvielen Jahren unbewohnt. Da überfiel mich ein ordent-liches Grausen vor dem eiusamen Hause nud Garten nndvor der gestrigen weißen Gestalt. Ich lief, ohne mich weiterumzusehen, durch die stillen Lauben und Gänge, und klettertegeschwind wieder an dem Gartenthor hinauf. Aber da bliebich wie verzaubert sitzen, als ich auf einmal von dem hohenGitterwerk in die prächtige Stadt hinunter sah. Da blitzteund funkelte die Morgensonne weit über die Dächer uud indie langen, stillen Straßen hinein, daß ich laut aufjauchzenmußte, und voller Freude auf die Straße hinunter sprang.

Aber wohin sollt' ich mich wenden i» der großen, srem-den Stadt? Auch ging mir die konfuse Nacht und daS wäl-sche Lied der schönen gnädigen Frau von gestern noch immer