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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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toi rauschten die Brunnen auf den stillen Plätzen, und dieGärten an der Straße säuselten dazwischen und erfüllten dieLust mit erquickenden Düften.

Wie ich nun eben so weiter fort schlendere, und vorVergnügen, Mondschein und Wohlgeruch gar nicht weiß,wohin ich mich weuden soll, läßt sich tief anö dem einenGarten eine Guitarre hören. Mein Gott, denk' ich, da istmir wohl der tolle Student mit dem langen Ueberrock heim-lich nachgesprungen! Darüber fing eine Dame in dem Gar-ten an überaus lieblich zu singen. Ich stand ganz wie bezau-bert, denn eS war die Stimme der schönen gnädigen Frau,und dasselbe wälsche Liedchen, daS sie gar oft zu Hause amoffnen Fenster gesungen hatte.

Da fiel mir ans einmal die schöne, alte Zeit mit solcherGewalt aufS Herz, daß ich bitterlich hätte weinen mögen,der stille Garten vor dem Schloß in srüher Morgenstnnde,uud wie ich da hinter dem Strauch so glückselig war, ehe mirdie dumme Fliege in die Nase flog. Ich konnte mich nichtlänger halten. Ich kletterte auf den vergoldeten Zierrathenüber das Gitterthor und schwang mich in den Garten hin-unter, woher der Gesang kam. Da bemerkte ich, daß eineschlanke, weiße Gestalt von fern hinter einer Pappel stand und mirerst verwundert zusah, als ich über das Gitterwerk kletterte,dann aber auf einmal so schnell durch den dunklen Gartennach dem Hause znflog, daß man sie im Mondschein kanmfüßeln sehen konnte. "Das war sie selbst!" rief ich aus, uuddas Herz schlug mir vor Freude, denn ich erkannte sie gleich