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Der Mcrge», das ist meine Freude!
Da steig' ich in stiller Stund'
Auf deu höchsten Berg in die Weite,
Grüß dich, Deutschland, ans Herzensgrund!
Es war, als wenn mich das Posthorn bei meinem Liedeaus der Ferne begleiten wollte. Es kam, während ich sang,zwischen den Bergen immer näher nnd näher, bis ich esendlich gar oben auf dem Schloßhofc schallen hörte. Ichsprang rasch vom Baume heruuter. Da kam mir anch schondie Alte mit einem geöffneten Pakete aus dem Schlosse ent-gegen. »Da ist auch etwas für Sie mitgekommen," sagtesie, und reichte mir aus dem Paket ein kleines, niedlichesBriefchen. Es war ohue Aufschrift, ich brach es schnell auf.Aber ra wurde ich auch auf einmal im ganzen Gesichte soroth wie eine Päonie, nnd das Herz schlug mir so heftig, daßes die Alte merkte, deun daS Briefchen war von — meinerschönen Fran, von der ich manches Zettelchen bei dem HerrnAintmann gesehen hatte. Sie schrieb darin ganz kurz: --Esist Alles wieder gut, alle Hindernisse sind beseitigt. Ich be-nutzte heimlich diese Gelegenheit, nm die erste zn sein, dieIhnen diese freudige Votschaft schreibt. Kommen, eilen Siezurück. Es ist so öde hier uud ich kaun kanm mehr leben,seit Sie von uns fort sind. Aurelie."
Die Augen gingen mir über, als ich das las, vor Ent-zücken und Schreck nnd unsäglicher Freude. Ich schämte michvor dem alten Weibe, die mich wieder abscheulich anschmun-