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I» dieser Zeit saß ich einmal an einem schwülen Nach-mittage im Wipfel eines hohen Baumes, der am Abhängestand, nnd wiegte mich auf den Aesten langsam über demstillen, tiefen Thale. Die Bienen snmmten zwischen den Blät-tern nm mich herum, sonst war Alles wie ansgestorben, keinMensch war zwischen den Bergen zu sehen, tief unter mirauf den stillen Waldwiesen ruhte» die Kühe auf dem hohenGrase. Aber ganz von weitem kam der Klang eines Post-horns über die waldigen Gipfel herüber, bald kaum vernehm-bar, bald wieder Heller und deutlicher. Mir fiel dabei aufeinmal ein altes Lied recht aus's Herz, das ich noch zu Hauseauf meines Vaters Mühle von einem wandernden Haudwerks-burschen gelernt hatte, und ich sang:
Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die AndernDen Fremden alleine stehn.
Was wisset Ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimath hinter den Gipfeln,
Wie liegt sie von hier so weit!
Am liebsten betracht' ich die Sterne,
Die schienen, wenn ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör' ich so gerne,
Sie sang vor der Liebsten Thür.