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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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zelte, und flog wie ein Pfeil bis in den cillereinsamsten Win-kel des Gartens. Dort warf ich mich nnter den Haselnuß-stränchern ins Gras hin, nnd las das Briefchen noch einmal,sagte die Worte auswendig für mich hin, nnd las dann wie-der nnd immer wieder, nnd die Sonnenstrahlen tanzten zwi-schen den Blättern hindurch über den Buchstaben, daß sie sichwie goldeue uud hellgrüne und rothe Blüthen vor meinenAugen in einander schlangen. Ist sie am Ende gar nichtverheirathet gewesen? dachte ich, war der sremde Offizier da-mals vielleicht ihr Herr Bruder, oder ist er mm todt, oderbin ich toll, oder --Das ist Alles einerlei!" rief ich end-lich und sprang auf,nun ist's ja klar, sie liebt mich ja,sie liebt mich!"

Als ich ans dem Gesträuch wieder hervor kroch, neigtesich die Sonne zum Untergange. Der Himmel war roth, dieVögel sangen lnstig in allen Wäldern, die Thäler waren vol-ler Schimmer, aber in meinem Herzen war es noch viel tausend-mal schöner und fröhlicher!

Ich rief in das Schloß hinein, daß sie mir heut dasAbendessen in den Garten herausbringen sollten. Die alteFrau, der alte grämliche Mann, die Mägde, sie mußten allemit heraus uud sich mit mir unter dem Baum an den ge-deckten Tisch setzen. Ich zog meine Geige hervor und spielteund und trank dazwischen. Da wnrden sie Alle lustig,der alte Mann strich scine grämlichen Falten ans dem Gesichtund stieß ein Glas nach dem andern aus, die Alte plaudertein einem fort, Gott weiß was; die Mägde fingen an auf