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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
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Figur vor der Thür aber raffte sich hurtig wieder vom Bodenauf uud sing mm au mit solcher Geschwindigkeit gegeu dasHaus loSzuschimpfen, daß es ordentlich zum Erstaunen war.Was!" schrie er,ich besoffen? ich die Kreidestriche an derverräucherten Thür nicht bezahlen? Löscht sie ans, löscht sieaus! Hab' ich Euch nicht erst gestern über'n Kochlöffel bar-birt und in die Nase geschnitten, daß Ihr mir den Löffelmorsch entzwei gebissen habt? Barbieren macht einen Strich-Kochlöffel, wieder ein Strich Pflaster auf die Nase, uocheiu Strich wieviel solche hundsföttische Striche wollt Ihrdenn noch bezahlt haben? Aber gui, schon gut, ich lasse dasganze Dorf, die ganze Welt ungeschoren. Laust meinetwegenmit Euren Barten, daß der liebe Gott am jüngsten Tagenicht weiß, ob Ihr Juden seid oder Christen! Ja, hängt Euchan Euren eignen Bärten auf, Ihr zottigeu Landbären!" Hierbrach er auf einmal in ein jämmerliches Weinen aus undfuhr ganz erbärmlich durch die Fistel fort:Wasser soll ichsaufeu, wie ein elender Fisch? ist das Nächstenliebe? Bin ichnicht eiu Mensch und ein ausgelcrnter Feldscheer? Ach, ichbin heute so in der Rage! Mein Herz ist voller Nühruugund Menschenliebe!" Bei diesen Worten zog er sich nach nndnach zurück, da im Hause Alles still blieb. Als er mich er-blickte, kam er mit ausgebreiteten Armen auf mich los, ichglaube, der tolle Kerl wollte mich aiubrassiren. Ich spraugaber aus die Seite, uud so stolperte er weiter, und ich hörteihn noch lange, bald grob, bald sein, durch die Finsterniß mitsich diskurireu.