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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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Nun hielt sich die Gärtnerin nicht länger.Da bringendie Menschen," fuhr sie verdrüßlich auf,dem Herrn dasVivat. Komm, man wird uns vermissen!" Und hiermitsteckte sie die Larve schnell vor uud ging wüthend mit derKammerjnngfer nach dem Schlosse zu fort. Die Bäume undSträucher wiesen kurios, wie mit langen Nasen und Fingern,hinter ihr drein, der Mondschein tanzte noch fir, wie übereine Klaviatur, über ihre breite Taille auf und nieder, undso nahm sie, so recht wie ich auf dem Theater manchmal dieSängerinnen gesehn, nnter Trompeten und Pauken schnellihren Abzug.

Ich aber wußte in meinem Baume droben eigentlich garnicht recht, wie mir geschehen, nnd richtete nunmehr meineAugen unverwandt auf das Schloß hin; denn ein Kreishoher Windlichter unten an den Stufen des Einganges warfdort einen seltsamen Schein über die blitzenden Fenster nndweit in den Garten hinein. Es war die Dienerschaft, die soeben ihrer jungen Herrschaft ein Ständchen brachte. Mittenunter ihnen stand der prächtig aufgeputzte Portier, wie einStaatsminister, vor einem Notenpulte, nnd arbeitete sich emsigan einem Fagot ab.

Wie ich mich so eben zurecht setzte, um der schönen Se-renade zuzuhören, gingen auf einmal oben auf dem Balkondes Schlosses die Flügelthüren auf. Ein hoher Herr, schönnnd stattlich in Uniform und mit vielen funkelnden Sternen,trat auf den Balkon herans, und a» seiner Hand die schönejunge gnädige Frau, in ganz weißem Kleide, wie eine Lilie in der