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Aus dem Leben eines Taugenichts : Novelle
Entstehung
Seite
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wieder vergessen. Alles ist so fröhlich, um dich kümmertsich kein Mensch. Und so geht es mir überall und immer.Jeder hat sein Plätzchen ans der Erde anSgesteckt, hat seinenwarmen Ofen, seine Tasse Kaffee, seine Arau, sein GlaSWein zu Abend, und ist so recht zufrieden; selbst dem Portierist ganz wohl in seiner langen Haut. Mir ist's nirgendsrecht. Es ist, als wäre ich überall eben zu spät gekommen,als hätte die ganze Welt gar nicht auf mich gerechnet.

Wie ich eben so Philosophire, höre ich auf einmal un-ten im Grase etwas einherrascheln. Zwei feine Stimmensprachen ganz nahe nnd leise miteinander. Bald darauf bogensich die Zweige in dem Gesträuch auseinander, und die Kam-merjnngfer steckte ihr kleines Gefichtchen, sich nach allen Sei-ten umsehend, zwischen der Laube hindurch. Der Mondscheinfunkelte recht aus ihren pfiffigen Augen, wie sie hervorguckten.Ich hielt den Athem an mich und blickte unverwandt hinun-ter. Es dauerte auch nicht lange, so trat wirklich die Gärt-nerin, ganz so wie mir sie die Kammcrjmigfer gestern be-schrieben hatte, zwischen den Bäumen heraus. Meiu Herzklopfte mir zum Zerspriugen. Sie aber hatte eine Larve vorund sah sich, wie mir schien, verwundert auf dem Platzeum. Da wollt's'mir vorkommen, als wäre sie gar nichtrecht schlank nnd niedlich. Endlich trat sie ganz nahe anden Baum und nahm die Larve ab. Es wahr wahrhaftig"die andere ältere gnädige Frau!

Wie froh war ich nun, als ich mich vom ersten Schreckerholt hatte, daß ich mich hier oben in Sicherheit befand.