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von der Morgensonne wie lauter Gold und Edelstein. Undin den hohen Vucheu-Alleen, da war es noch so still, kühluud andächtig, wie in einer Kirche, nur die Vögel flattertenund pickten ans dem Sande. Gleich vor dein-Schlosse, geradeunter den Fenstern, wo die schöne Frau wohnte, war einblühender Strauch. Dorthin ging ich dann immer am frühe-sten Morgen und duckte mich hinter die Aeste, um so nachden Fenstern zu sehe», den» mich im Freien zu produeirenhatt' ich keine Courage. Ta sah ich nun allemal die aller-schonste Dame noch heisi nnd halb verschlafen im schneeweißenKleide an das offne Fenster hervortreten. Bald flocht siesich die dunkelbraunen Haare nnd ließ dabei die anmnthigspielenden Angen über Busch uud Garten ergehen, bald bogund band sie die Blumen, die vor ihrem Fenster standen, odersie nahm auch die Guitarre in den weiszen Arm nnd sangdazn so wundersam über den Garten hinai.S, dasi sich mirnoch daö Herz nmwenden will vor Wehmnth, wenn mir einsvon den Liedern bisweilen einfällt — nnd ach, das Alles istschon lange her!
So dauerte das wohl über eine Woche. Aber daseine Mal, sie stand gerade wieder am Fenster und AlleS warstille rings umher, fliegt mir eine fatale Fliege in die Naseund ich gebe mich au ein erschreckliches Niesen, das gar nichtenden will. Sie legt sich weit znm Fenster hinans und siehtmich Aermsten hinter dein Strauche lauschen. — Nun schämteich mich uud kam viele Tage nicht hin.
Endlich wagte ich eö wieder, aber daS Fenster blieb dies-