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Auf andere Art zerdrücke man recht reife Johannisbeeren,rothe oder weiße, mit einem Rührlöffel und presse sie durch einHaarsieb, füge zu 1 Liter Saft 2 Liter Wasser und 1 Kilo Zucker,thue es in einen Glasbehälter und rühre oder schüttele die Flüssig-keit von Zeit zu Zeit, bis der Zucker geschmolzen ist. Nach vierbis sechs Wochen, wenn die Masse hell ist nnd keine Bläschen mehrwirst, füllt man den Wem auf Flaschen, verkorkt sie gut und be-wahrt sie im Keller. — Ebenso „ Stachelbeer-Wein".
278. Johannistieer-Ghajnpagner. Man presse denSaft von völlig reifen, rothen Johannisbeeren aus, koche ihu iueiuer neuen irdenen Casserole zu Honigdicke ein nnd bewahre ihn ineiner gut verpsropften Flasche. Will man nnn Champagner bereiten,so gieße man vier Eßlöffel von diesem Syrnp zu 2 Liter recht gutenweißen Wein in eine umflochtene Flasche, schwenke es wohl unter-einander und man wird einen Wein erhalten, der von dem ächtenrothen Champagner — Osil 6s — nicht zu unterscheidenist, aber längere Blasen auswirft und stärker monssirt.
279. Kiqueur von srhnrarzen Johannisbeeren,(ksssis kkltaüa). Man zerdrücke die recht reifen Beeren vollständigund gebe sie mit 1 Liter guten Weingeist für 1 Liter Beeren —vor dem Zerdrücken gewogen — etwas Gewürznelken nnd feinemZimmet, in einen Glaskolben, den man zupfropft nnd an einensonnigen Ort stellt, wo er Monate lang stehen kann. Im Spät-herbst Preßt man dann den Saft gut aus und rechnet zu I Literdavon 3/4 Liter Wasser und ^/z Kilo Zucker, den man geläutert zudem Safte gießt, diesen in Flaschen füllt und einige Zeit imKeller ablagern läßt. — Je länger er liegt, je besser und feurigerwird er.
Auf andere Art gebe man 2 Kilo recht reife, abgebeerte undzerquetschte schwarze Johannisbeeren mit 1 Kilo gestoßenem Zucker,etwas ganzen« Zimmet und Gewürznelken nnd 6 Liter Branntweinin ein großes Glas mit engem Halse oder in einen Krug, binde eszn und stelle es zwei Monate lang an die Sonne, seihe es danndurch ein Tuch und fülle es in Flaschen.