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Verzeichniss der Kölner Oberhirten.
53. Philipp I. von Heinsberg, Reichskanzler, gewählt 1167, hält1168 15/8 seinen Einzug in Köln, wird 1168 29/9 consecrirt, f vorNeapel 1191 13/8, ruht im Dome zu Köln. 1183 29/4 erheben zweipäpstliche Legaten die Gebeine des h. Anno II. 1188 und 1191 wirddie Cisterzienserabtei Heisterbach gegründet. Damals erlangen nachdem Sturze Herzog Heinrichs des Löwen die Erzbischöfe die Herzogsgewalt in Westphalen und Engern.
54. Bruno HC., Graf von Berg, gewählt 1193, empfängt dieRegalien 1192 13/1, wird durch Erzbischof Johann I. von Trier undBischof Albert II. von Verdun zu Köln consecrirt 1192 31/5, resignirt1193 und wird Cisterzienser zu Altenberg, f zu Altenberg 1200 23/4,und ruht daselbst. 1192 25/5 brennt die St. Apostelnkirche zu Köln ab.
55. Adolf I., Graf von Altena, gewählt 1193 vor 21/11, zumPriester geweiht 1194 26/3 durch Bischof Hermann II. von Münster,Grafen von Katzenelnbogen, in Gegenwart Erzbischofs Konrad I. vonMainz, Grafen von Witteisbach, und Bischofs Detmar von Minden con-secrirt 1194 27/3, als Anhänger des Hohenstaufen Philipp IV. vonInnocenz in. excommunicirt 1205 13/3, im Dome zu Köln in GegenwartKönig Otto's IV., des Clerus und der Bürger, aller geistlichen Würdenund Aemter für entsetzt erklärt 1205 29/6, behauptet die Regalien,während Philipp IV. 1205 29/9 fünf Tage lang mit aller Macht ver-geblich das feste Köln bestürmt, baut 1206 die Felsenburg Landskron,wird vom Banne gelöst 1207 29/11, nimmt neuerdings vom ErzstuhleBesitz 1212 1/5, wird mit einem Jahreseinkommen von 300 Mark ab-gefunden 1215, f zu Neuss 1220 15/4, ruht in Altenberg.
56. Bruno IV., Graf von Sayn, gewählt 1205 25/7, von demabgesetzten Adolf in Wassenberg gefangen 1206 und auf der ReichsfesteTrifels, dann zu Würzburg und zu Rothenburg in strenger Haft gehalten,von hier 1208 nach Rom entlassen, kehrt 1208 11/9 triumphirend nachKöln zurück, f nach kurzem Krankenlager auf der Feste Blankenberg1208 2'11, ruht im Dome zu Köln.
57. Dietrich I. von Heinsberg, durch Compromiss gewählt umdie Weihnachten 1208, durch Bischof Dietrich I. von Utrecht zumPriester geweiht 1209 23/5, durch Bischof Hugo n. von Lüttich inAnwesenheit der Snffragane consecrirt 1209 24/5, baut 1210 flg. mitdem Gelde, das er von einem gefangenen Juden erpresst hat, die BurgGodesberg, hält im Interesse Otto's IV. den Bischof von Münster inKaiserswerth gefangen, wird excommunicirt, und, als er demungeachtetGründonnerstag 1212 fungirt, abgesetzt, geht nach Rom, ohne seinenStuhl wieder zu erlangen, weilt noch Februar 1214 in Rom, wird miteinem Jahreseinkommen von 300 Mark abgefunden 1215, f zu Altenberg1224 und ruht daselbst.
58. Der h. Engelbert I., Graf von Berg, wahrscheinlich 1185geb., gewählt 1216 29/2, vom päpstlichen Legaten Peter Sasso vonPotentiana bestätigt und von Friedrich II. mit den Regalien belehnt imMai 1216 auf dem Hoftage zu Würzburg, empfängt das Pallium erst 1218,seit Anfang 1221 Reichsverweser, gerechtigkeitsliebend, strenge, energisch,wird, als er von Soost nach Schwelm reitet, um hier eine Kirche zuweihen, auf dem Gevelsberge zwischen Hagen und Schwelm 1225 7/11um die Abenddämmerung durch den Grafen Friedrich von Isenburg undseine Helfershelfer ermordet. Er wird vom Cardinallegaten auf demConcil zu Mainz December 1225 und wiederum feierlich zu Köln MitteFasten 1226 als „Märtyrer und Heiliger" erklärt. Die Leiche hatte