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2 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1300 - 1399
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1382.

in' rechter Gemeinschaft mit dem Drittheil des Hofes zu Herdern bei Friburg mitKirchensatz, Gerichten, Zwing und Bannen und aller Zugehör.Geben an st. Gallen abende 1382.

Das Siegel des Ausstellers fehlt beiden Urkunden.Perg. Or. in duplo. Freiburg.

1382, Nov. 7.

501. Anno clomini 1382 in festo saucti Florentii episcopi obiit domina Anna, uxor legitima eomi-

tia Johannis de Firstenberg ').

Nach Donaueschinger Archivalnotiz des 17. Jahrhunderts Inschrift eines Grabsteins, der sich angeb-lich neben dem Grabsteine des 1332, ebenfalls am Tage des hl. Florentius verstorbenen Grafen Johanns vonFürstenberg (vergl. oben Nr. 178) im Chor der Pfarrkirche zu Haslach befand.

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1382. Fraw Anna, Graff Jobannsen von Fürstenberg Gemahlin J ), stirbt auf st. Florentzentag 2 ), liegt zu Hasslach begraben.

Fürstenbergische Chronik des 17. Jahrhunderts im f. f. A.

1) Nach Sattler, Topogr. Gesch. des Herzogthums Würtemberg, 273, eine geborene Gräfin von Thier-stein. Doch kann dieß um so weniger als gesichert betrachtet werden, als es nahe liegt anzunehmen, dassSattlers Angabe nur auf einer Verwechselung mit der um dieselbe Zeit lebenden Gräfin Anna, Gemahlin GrafenWalrafs III. von Thierstein, geborenen Gräfin von Fürstenberg, beruht. Siehe über dieselbe unten zum Jahre1401. Sattler a. a. 0. und nach ihm Fickler, Gesch. des Hauses Fürstenberg, IV, 401, und die Stammtafeldes Hauses Fürstenberg lassen aus der Ehe des Grafen Hans von Fürstenberg-Haslach mit Anna eine TochterVerena hervorgehen, welche die Gemahlin des Grafen Konrad von Tübingen, Herrn zu Lichteneck gewesensei. Doch sind alle Erwähnungen einer Verena von Fürstenberg, vermählten Gräfin von Tübingen, aus denenman das Dasein dieser Tochter beweisen wollte, auf Verena, die Tochter Heinrichs III. von Fürstenberg, dieGemahlin Konrads II. von Tübingen, zu beziehen. Fickler stützt seine Annahme besonders darauf, dass Verenaerst 1388 Güter ihres Vaters erbte; gerade die Urkunde, die uns darüber belehrt (unten Nr. 531), widerlegtihn aber am entscheidendsten, da sie diese Verena die Schwester des Grafen Heinrich IV. v. Fürsten-berg und die Gemahlin Konrad des Scherers, Pfal zgrafen von Tübingen, nennt. Graf Hansvon Fürstenberg-Haslach ist nach Zeugniss der Urk. Nr. 514 v. 1386, Nov. 11 ohne eheliche Leibeserben ver-storben. Graf Konrad I. von Tübingen-Lichteneck hatte allerdings eine Gemahlin Verena, aber nicht aus demHause Fürstenberg; vergl. unten Anm. 1 zu 1416, Nov. 10.

2) Dass die Grabsteine und die Chronik auch den Todestag des Grafen Johanns von Fürstenberg 1332auf st. Florentzen tag setzen (siehe oben Nr. 178), muss Verdacht gegen die Richtigkeit eines dieser Datenerwecken. Aber auch die Jahrzahl 1382 ist vielleicht nur durch Verderbniss aus der dort angegebenen: 1332entstanden. In diesem Falle wäre es sehr zweifelhaft, ob in der Gräfin Anna die Gemahlin des letzten GrafenJohans von Fürstenberg-Haslach zu suchen ist, und hiemit fiele der einzige Anhalt für die Annahme, dassdieser Graf Johans, der keine Kinder hinterließ, überhaupt vermählt war.