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4. Das Dilemma der Verlage
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Wie in den Publikationstraditionen unterscheiden sich einzelneLänder auch in der Struktur ihres wissenschaftlichen Verlagswesens.Vergleichende Untersuchungen, die über Oberflächlichkeiten hin-ausgehen, fehlen völlig, und es gibt auch keine Darstellung derhistorischen Entwicklungen, die zu den heutigen Gegebenheitengeführt haben.
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Der deutsche wissenschaftliche Verlag ist traditionell ein selb-ständiges Wirtschaftsunternehmen. Auch wenn er sich als Uni-versitätsverlag bezeichnet, ist er an die wissenschaftliche Institutionnicht in einer Weise gebunden, daß die verlegerischen Entschei-dungen davon beeinflußt würden. Alternativen zum privatwirt-schaftlichen Verlag existieren in Deutschland nicht - auch wenn imDissertationsdruck und im Institutionssonderdruck gelegentlicheine Selbstversorgung der Wissenschaft mit gewissen Literatur-kategorien stattfindet.
Anders im Ausland. Von Ländern mit einer Staatsverlagsstrukturabgesehen, ist das wissenschaftliche Publikationswesen meist stär-ker gegliedert. In allen westlichen Ländern gibt es natürlichwissenschaftliche Privatverlage, daneben aber auch andere Ver-lagsformen, die der Physiognomie des Verlags- und Publikations-systems einen besonderen Ausdruck geben. So kann in Frankreichdie wissenschaftliche Institution als Verleger auftreten, und derStaat wirkt insgesamt stark und direkt in das wissenschaftlicheVerlagswesen hinein. 1 In England und in den Vereinigten Staatenhaben sich die Universitäten zum Teil schon von alters herwissenschaftliche Verlage angegliedert, deren institutionelle Struk-turen vielfach komplex sind. 2
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Die Auswirkungen der verschiedenen Systeme auf den Publika-tionsprozeß und auf das wissenschaftliche Werk als Endprodukt