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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Als Zentren der geisteswissenschaftlichen Literaturversorgung sinddiese Bibliotheken für die Forschung von primärer Wichtigkeit, undeine genaue Kenntnis nicht nur ihrer Bestände, sondern auch derMöglichkeiten des Zugangs zu diesen Beständen ist für denBenutzer eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Arbeit. Das giltbesonders im Falle der Präsenzbenutzung, die von diesen Bi-bliotheken in zunehmendem Maße favorisiert wird. 13

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Es gibt für die in Frage kommenden Bibliotheken geschichtlicheDarstellungen und zum Teil auch knappe Bestandsübersichten. DerBibliotheksführer der Bayerischen Staatsbibliothek, unter den zurZeit verfügbaren Hilfsmitteln das brauchbarste, 14 läßt die Mög-lichkeiten einer Verbindung des Historischen mit dem Systema-tischen erkennen. Keiner der bisherigen Bibliotheksführer ist jedochin der systematischen Bestandsübersicht so ausführlich, wie es fürForschungszwecke erforderlich ist. Das fast überall gewählte mitt-lere Niveau ist für die erste Orientierung zu ausführlich und für dieintensive Benutzung zu summarisch.

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Das Modell für einen solchen Bibliotheksführer hat Werner Pa-ravicini in Die Nationalbibliothek in Paris: Ein Führer zu denBeständen aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit vorgelegt. 15Hier ist auf engem Raum alles zusammengefaßt, was sich derBenutzer an Information über die Bibliothek nur wünschen kann.Es ist das einzige mir bekannte Beispiel für einen Bibliotheksführer,der mit Unterstützung der Bibliothek von einem Benutzer ge-schrieben wurde und daher durchgängig seinen Gegenstand aus derBenutzerperspektive darbietet.

Ein drittes Desiderat ist eine Zusammenstellung jener Bibliogra-phien, Kataloge und Verzeichnisse, in denen Bestände in west-deutschen Bibliotheken nachgewiesen werden.

Die Literaturrecherche würde sich in zahlreichen Fällen für Wis-senschaft und Bibliothek vereinfachen, wenn bekannt wäre, daß es,oft an versteckter Stelle, Nachweise für spezielle Gebiete oderBestände bereits gibt. Sie sind in der Regel im Zusammenhang mitwissenschaftlichen Arbeiten entstanden und finden sich in bi-bliographischen Anhängen zu Monographien und anderwärts.

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