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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Veränderungen. Sie gehen auf die Einführung der elektronischenDatenverarbeitung zurück und sind geeignet, die traditionellenFormen des Literaturnachweises und der Literaturrecherche zurevolutionieren. Nicht nur werden größere Datenmengen beherrsch-bar und Informationen schneller verfügbar. Vor allem wird derZugriff auf Literatur leichter und differenzierter. Die Bedeutungdieser Veränderungen für den Fortschritt der Forschung ist al-lenthalben anerkannt.

In entsprechender Einschätzung der „Bedeutung der wissenschaft-lichen und technischen Information für den Fortschritt in allenBereichen des gesellschaftlichen Lebens" hat die Bundesregierung1974 ein „Programm zur Förderung der Information und Do-kumentation" (IuD-Programm) entworfen. Es soll „einen demsteigenden Wissenszuwachs und dem zunehmenden Informations-bedürfnis der modernen Gesellschaft gerechtwerdenden Ausbau derwissenschaftlichen und technischen Informationsdienstleistungenveranlassen und unterstützen". Sein Ziel ist, „einen besserenZugang zu Informationen aller Art aus den verschiedenen Fach-und Aufgabenbereichen sicherzustellen." 1

Für die Geisteswissenschaften ist ein eigenes Fachinformations-zentrum vorgesehen (FIZ 14), das alle traditionellen Disziplinenumfaßt. Ein Planungskonzept dafür wurde 1977 entworfen undeinem kleinen Kreis von Interessenten zugänglich gemacht. 2 Überdieses Planungsstadium ist das Zentrum bisher nicht hinausge-kommen, so daß die Bilanz, die nach fast zehn Jahren IuD-Programm für die Geisteswissenschaften zu ziehen ist, negativausfällt. 3 Trotz zeitweiliger Förderung einiger Einzelprojekte 4 istweder die wissenschaftsbezogene noch die bibliotheksbezogeneLiteraturerschließung durch das IuD-Programm so verändert wor-den, daß man von einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen inder geisteswissenschaftlichen Forschung sprechen könnte. Ob einFachinformationszentrum Geisteswissenschaften noch eine Zu-kunftschance hat oder ob es, wie vielerseits befürchtet wird, als Teileiner „gigantischen Förderungsruine" betrachtet werden muß, 5 isthier nicht zu entscheiden. Größere staatliche Investitionen aufdiesem Gebiet sind offenbar in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

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