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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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Unter der Bezeichnung „Megadoc" hat die Firma Philips einArchivsystem vorgestellt, das die Speicherung digitalisierter Do-kumente auf einen Massenspeicher von vierundsechzig OptischenSpeicherplatten ermöglicht. Bei einer Zugriffszeit von einhundert-fünfzig Millisekunden bei laufender Platte oder zwanzig Sekundenbei einer nicht im Gerät befindlichen Platte ist jedes Dokument aufeinem Bildschirm abrufbar oder auf einem Faksimile-Druckerreproduzierbar. 27 Ein weiteres System ist unter der Bezeichnung„Gigadisc" von der französischen Firma Thomson-CSF entwickeltworden. Beide Systeme sind jedoch nicht in erster Linie für dieBibliotheksbenutzung gedacht und scheinen in der augenblick-lichen Form auch noch nicht für eine Fernübertragung von Do-kumenten geeignet zu sein.

Für eine breite Verwendung im Bibliotheksbereich sind die neuenTechniken sicher noch nicht genügend ausgereift. Aber es dürftesich - besonders im Hinblick auf die Erfahrungen, die ausländischeBibliotheken damit sammeln 28 - eine begrenzte Erprobung bei eineroder zwei Bibliotheken empfehlen, und zwar unter zwei Frage-stellungen: (1) Läßt sich die Fern Versorgung im überregionalenLeihverkehr durch das Telefaksimile entscheidend verbessern? und(2) Bietet die Optische Speicherplatte eine Möglichkeit, die de-zentral vorhandenen Literaturreservoire entscheidend zu vergrös-sern? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Bild-platten, die in den Archivbibliotheken hergestellt wurden, gege-benenfalls vervielfältigt und dezentral verwendet werden können?