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Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung : zu Problemen der Literaturversorgung und der Literaturproduktion in der Bundesrepublik Deutschland
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sie anderwärts praktiziert werden. Auch hier gilt es, den Anschlußan internationale Entwicklungen zu gewinnen.

Die Veränderungen, die in den etablierten Mechanismen derLiteraturversorgung vorgenommen werden müssen, lassen sich,allgemein gesagt, als Einführung zentralisierender Elemente in eindezentrales System beschreiben. Das bedeutet nicht, daß demdezentralen Modell ein zentralistisches übergestülpt werden soll. Esbedeutet lediglich, daß durch geeignete administrative oder tech-nische Vorkehrungen an bestimmten Stellen des Systems Kon-zentrationen' vorgenommen werden, deren Ergebnis eine Verein-fachung der komplexen Strukturen und damit eine Erhöhung derLeistungsfähigkeit des gesamten Systems ist.

Die Notwendigkeit, für die Forschung Literaturreservoire zu schaf-fen, die im Idealfall ein Äquivalent zu den ausländischen Zen-tralbibliotheken bilden, spricht ebenso für diesen Weg wie dieNotwendigkeit, den ,Rollenkonflikt' von Bibliotheken so zu lösen,daß sie für sich und für ihren Bereich wieder eine bessere Wirk-samkeit entfalten können. Auch der Schutz des literarischenDenkmals ist eher zu erreichen, wenn konzentrierte Ressourcenunter angemessener Kontrolle genutzt werden, als wenn der durcheine gleichmäßige' Beanspruchung vermeintlich geschonte Streu-besitz wie bisher unkontrolliert abgenutzt wird.

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Die Einführung zentralisierender Elemente erfordert keine neuenInstitutionen, die spezielle Aufgaben zu übernehmen hätten. Siesetzt keine zentrale Fachbibliothek vom Typ der TechnischenInformationsbibliothek voraus, deren überregionale Tätigkeit aneine gemeinsame Trägerschaft von Bund und Ländern gebundenist. Die Zentralisierung in der Dezentralisation, wie sie hier vor-geschlagen wird, besteht allein in einer auf Konzentration ab-zielenden Neuverteilung von Funktionen, die von bestehendenBibliotheken sowieso wahrgenommen werden.

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Ein dezentrales System bietet sich für Funktionsdifferenzierungenan. Von der Möglichkeit einer solchen Differenzierung macht dasLiteraturversorgungssystem der Bundesrepublik bislang nur inbeschränktem Umfang Gebrauch. So etwa in der Sondersammel-

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