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In der Schulpolitik wie in der Hochschulpolitik wird seit einigerZeit ein Rückzug in die Region erkennbar. Fast überall treffen dieLänder Entscheidungen, die ausschließlich „im Landesinteresse"liegen. Das gilt für die Gestaltung des Schulwesens wie für dieFörderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, für die Struk-turierung des Hochschulbereichs wie für die Unterstützung vonForschungsvorhaben. Unter den Prämissen der Sparpolitik schlagendie Grundsätze eines gesunden Föderalismus in protektionistischeMaßnahmen um, wie sie sonst nur aus nationalstaatlichem Ver-halten bekannt sind.
Die Gefahr, daß die Bibliothekspolitik in den Sog dieser Ent-wicklungen gerät, ist groß. Mancherorts ist die Literaturversorgungschon so weitgehend regionalisiert, daß der Leihverkehr, der als„kooperative" Leistung der von den Ländern unterhaltenen Bi-bliotheken gilt, davon beeinträchtigt wird. Mehr noch: neu er-richtete Regionale Bibliothekszentren werden als rein landesinterneService-Einrichtungen aufgefaßt und ausgestattet.
Bereits in wenigen Jahren werden zumindest in einigen Bun-desländern die regionalen Verbundsysteme so weit ausgebaut sein,daß auch kleinere Bibliotheken mit den großen wissenschaftlichenBibliotheken der Region in direkter Verbindung stehen. On-line-Recherchen und Fernbestellungen vereinfachen sich damit, so daßwirkliche Verbesserungen in der Literaturversorgung eintreten. Siekommen allen Bibliotheksbenutzern der Region zugute, doch diegrößten Vorteile bieten sich dort, wo sie voraussichtlich nicht amdringendsten benötigt werden: beim Zugriff auf die Bestände einergroßen wissenschaftlichen Bibliothek von einer Außenposition her.Pointiert gesagt: der Hobby-Leser auf dem flachen Lande könnteeine komfortablere Literaturversorgung haben als der Wissenschaft-ler, dessen Literaturbedürfnisse nicht in der Region zu befriedigensind.
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Die Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft sehenvor, daß die Regionalen Bibliothekszentren miteinander koope-rieren. Das „Ziel der angestrebten Kooperation ist es, dem Benutzerdie Möglichkeit zu bieten, seinen Bedarf an fachlicher Informationund an Nachweisen über die Verfügbarkeit der benötigten Literatur
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