Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
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307
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ftr gahren lassen und alsdann mit Honig vermischen.Andre Tataren bedienen sich des Waizens zu eben die-sem Zwecke. In Abessinien bereitet man ein ahnli-ches Getränk aus geröstetem Malz, welches gepulvertund mit Wasser zur Gährung gebracht wird, nach-dem man den vierten Theil Honig hinzugethan hat.Die Abessinier mischen ihren Meth auch mit Opium.An Iwan Wasiljewitsch Hofe batten die Russen vierArten von Meth, die alle aus verschiedenen Arten vonBeeren bereitet wurden.

Das eigentliche Hydromel besteht aber buchstab-lich nur aus Wasser und Honig, welches zusammengahren muß, und alsdann dem Maloaü'er im Ge-schmacke gleich kommt. '— In Afuca macht manein ähnliches Getränk aus Manna, und die russischenSeeleute pflegen ihren Meth noch mit Bier, Brannt-wein , Essg, Pfeffer und andern Gewürzen zu verse-tzen : man nennt dieses Getränt Spltzje. Verschied-ne tatarische Nationen bedienen sich eines Getränksaus Meth, Molken und Kirschensaft, welches denNahmen Eiran hat.

Was das Bier betrift, so muß der Heraus-geber gestehen, daß ihn der Mangel an Theorie undeigner Erfahrung hindert, hierüber ausführliche Nach-richt zu geben. Es ist freylich wahr, daß das Biernicht für alle Menschen gleich zuträglich ist: denn,wenn es gleich für sich keine Nierenbeschwerden undGicht hervor bringt, und wenn gleich ein starker ar-beitsamer Mann sich sehr wohl bey dem Genuße dessel-ben befindet, so kann es doch bey verschiednen Con-ti 3 Du-