Druckschrift 
2 (1792)
Entstehung
Seite
289
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In Marvkos besteht das vornehmste Getränkin einer Mischung von Wasser Und Kameelmilch.Die letztern lieben die Araber und Mauren ungemeinsehr. Sie ist zwar dünner als Kuhmilch, wird aberfür nahrhafter gehalten, und die Bewohner der ara-bischen Wüsten leben fast allein von Kameelmilch, diesie mit gedörrtem ltnd gestoßenem Kameelfteifch ver-mischen. In Arabien soll diese Milch so zähe seyn, daßwenn man den Finger hinein tunkt, sie sich in Fadenziehen läßt. Die Beduinen benutzen diesen Umstandzu ihrem Vortheile, denn sie pflegen die hohle Handstatt des Löffels zu gebrauchen.

Die süsse Kuhmilch war vor Feiten ein gewöhn-liches Getränk der vornehmen Irrländer und alleralten Nomaden. Diese lieben insbesondre die saureMilch. Die Syra der Islander besieht in saurenMolken, die in Tonnen verwahrt, aber eher nichtgetrunken werden, als bis sie ein Iahe lang gestan-den haben. Blanda ist ein Getränk der Isländer,welches aus Wasser mit dem zwölften Theile Syrabesteht und im Winter mit Thymian und norlandischenHimbeeren gemischt wird. In Norwegen und aufden hebridischen Inseln machen die Molken ebenfallsein gewöhnliches Getränk aus. Auch die Morlackenpflegen saure Molken beständig zu trinken. In denmeisten Gegenden Ostindiens trinkt man nichts alssaure Büffelsmilch, die Bernier erfrischender in star-ker Hitze fand, als Limonade. Die nogayischenTataren trinken nichts als saure Milch mit Wasser ge-wischt, nnd dursten lieber drey bis vier Tage, Mdaß sie bloßes Wasser trinken sollten.

2. Cheit. L Die